Der Daniel Frese Preis für zeitgenössische Kunst wird seit 2011 von KIM für bildende beziehungsweise visuelle Künstler/innen in der Region Lüneburg ausgelobt. In diesem Zusammenhang erstreckt sich der Begriff Region Lüneburg auf die elf Landkreise des ehemaligen Regierungsbezirks Lüneburg. Diese Landkreise sind Celle, Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade, Verden und Uelzen.

Verliehen wird dieser Preis für herausragende Entwürfe neuer künstlerischer Arbeiten. Die alljährliche Auszeichnung von zwei Künstler/innen, die einen Wohnsitz in einem der elf Landkreise dieser Region haben, umfasst verschiedene Formen von Anerkennung und eröffnet den Preisträger/innen neue Möglichkeiten der Vernetzung.

So ist der Preis zunächst mit einer öffentlichen Würdigung und einem Preisgeld für den eingereichten Entwurf verbunden. Zudem erhalten die Preisträger/innen Gelegenheit, ihren künstlerischen Zugang in einer Gruppenausstellung mit namhaften Künstler/innen vorzustellen. Das Preisgeld ist für die Produktion der künstlerischen Arbeit auf Grundlage des eingereichten Entwurfs bestimmt, die in der Schau zu sehen sein wird. Der Preis wird zu jährlich wechselnden Themen ausgeschrieben, auf die sich auch die jeweiligen Ausstellungen beziehen. Durch Dokumentation der preisgekrönten Arbeiten in Publikationen überdauert die Ausstellungspräsentation den Moment.


Widmung

Die Auszeichnung ist dem Andenken des Lüneburger Malers und Kartographen Daniel Frese (1540–1611) gewidmet. Er bleibt in Erinnerung mit Gemälden für das kunsthistorisch bedeutsame Rathaus Lüneburgs, in denen eine neue Bildsprache zum Ausdruck kommt. Außerdem schuf Daniel Frese Entwürfe für »Civitates Orbis Terrarum«, den weltweit ersten Städteatlas von Braun und Hogenberg (ab 1572). Auf dem Weg zu einem autonomen, von Lenkung durch Kirche, Feudalherren und Staat befreiten künstlerischen Feld trat Daniel Frese als vielseitiger Künstler hervor, der Anregungen sowohl aus der italienischen wie auch aus der niederländischen Malerei zu verarbeiten wusste.


Auslobender: KIM im Innovations-Inkubator Lüneburg

Über eine Mischung aus innovativen Ausstellungen, künstlerischer Produktion und wissenschaftlicher Forschung will das Projekt KIM des Innovations-Inkubators der Leuphana Universität Lüneburg Impulse im Feld der zeitgenössischen Kunst und ihres Marktes geben. Angesichts erheblicher regionaler Ungleichheiten, die sich z.B. für Künstler/innen in unterschiedlichen Zugangschancen zum nationalen und internationalen Kunstmarkt bemerkbar machen, handelt es sich dabei um eine regionsbezogene Initiative. Regionale Differenzen versucht der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit seinem Ziel »Konvergenz« zu verringern. Aus diesem Grund erhält die Region Lüneburg heute europäische Transfermittel. Ihnen verdankt der »Innovations-Inkubator« Lüneburg seine Existenz. Zu den zahlreichen Initiativen des »Inkubators« – ein der psychologischen Kreativitätsforschung entnommener Begriff – zählt auch die Förderung der »Projekte mit der Kreativitätswirtschaft«. Deren Teilprojekt KIM zielt speziell auf die Stärkung der zeitgenössischen bildenden beziehungsweise visuellen Kunst in der Region. Es möchte die Sichtbarkeit der Region und ihrer Kunstinstitutionen erhöhen und insbesondere die direkt und indirekt in zeitgenössische Kunst involvierten Akteure fördern.




Der Innovations-Inkubator wird von der EU im Rahmen des EFRE, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, sowie vom Land Niedersachsen gefördert.
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